Not- und Sicherheitsbeleuchtung


Nachfolgende Bestimmungen für die Schweiz:

Prüfung, Wartung und Instandhaltung nach VKF*-Brandschutzrichtlinie (* kantonale Abweichungen vorbehalten)

Funktionstest
Die Betriebsbereitschaft der Sicherheitsbeleuchtung ist 2 x jährlich zu kontrollieren. Bei Sicherheitsleuchten mit Statusanzeige genügt eine jährliche Kontrolle.

Kontrollbuch
Über die Instandhaltung ist ein Kontrollbuch zu führen.
 

Grundlagen der Sicherheitsstromversorgung
System
Zulässige Leuchtenanzahl keine Begrenzung keine Begrenzung; Empfehlung: max. 20 Leuchten pro Stromkreis
Leuchtenprüfanforderungen es gelten SN EN 60598-1 und SN EN 60598-2-22 es gelten SN EN 60598-1 und SN EN 60598-2-22es gelten SN EN 60598-1 und SN EN 60598-2-22
Leistungsbegrenzung keine 1500 W 1 h oder 500 W 3 h keine
Batterieanforderungen verschlossene Bleibatterien mit Ventil – NiMh/Li-Ion zulässig wenn die Sicherheit und die Gebrauchbarkeitsdauer erreicht wird, gasdichte NiCd Batterien Wartungsarme, geschlossene oder verschlossene Batterien in robuster Industrieausführung wie Zellen oder Batterien nach DIN EN 60623 oder Normen der Reihe DIN EN 60896.Wartungsarme, geschlossene oder verschlossene Batterien in robuster Industrieaus-führung wie Zellen oder Batterien nach DIN EN 60623 oder Normen der Reihe DIN EN 60896.
Gebrauchbarkeitsdauer mind. 4 Jahre nach SN EN 60598-2-22 mind. 10 Jahre bei 20 °C
Unterbringung der Batterie Geregelt in der SN EN 50272-2. Es dürfen maximal zwei Sicherheitsleuchten versorgt werden. Geregelt in der SN EN 50272-2 und in der EltBau Verordnung.
Ladezeit 20 h für 90 % der Nennbetriebsdauer 10 h für 90 % der Nennbetriebsdauer, in Arbeitsstätten 20 h
Tiefentladeschutz erforderlich bei mehr als 3 NiCd Zellen erforderlich
Endstromkreise nicht relevant*




* Die Sicherheitsbeleuchtung muss für Dauer- oder Bereitschaftsbetrieb ausgeführt sein, eine Kombination von beiden Betriebsarten ist ebenfalls zulässig. Die Sicherheitszeichen sind zu be- oder hinterleuchten. Die Lichtquelle muss ein Teil der Sicherheitsbeleuchtung sein. Sicherheitszeichen für Rettungswege in Arbeitsstätten sind nicht in Dauerbetrieb zu führen.
Überstromschutzeinrichtung maximal mit 60 % des Nennstromes belasten*
1)   2)
1) Bei Dauerschaltung muss die allgemeine Stromversorgung am Hauptverteiler der Sicherheitsbeleuchtung überwacht werden.

2) Bei Bereitschaftsbetrieb muss die Stromversorgung für die allgemeine Beleuchtung
im Verteiler für den entsprechenden Bereich überwacht werden. Falls ein Fehler in der Steuerung der allgemeinen Beleuchtung zu einem Ausfall der allgemeinen Beleuchtung eines Raumes oder Rettungsweges führen kann, so muss diese Steuerung mitüberwacht werden. Im Störungsfall ist dann die in der Betriebsart „Bereitschaftsbetrieb“ geschaltete Sicherheitsbeleuchtung einzuschalten.

* Bei Vorhandensein der Spannung der allgemeinen Stromversorgung am Verteiler der Sicher-heitsbeleuchtung wird die Sicherheitsbeleuchtung aus der allgemeinen Stromver-sorgung ge speist. Beim Zurückschalten auf die Spannung der allgemeinen Stromversorgung muss die Widerzündung der Lampen der allgemeinen Beleuchtung berücksichtigt werden. Innerhalb eines Endstromkreises ist der gemeinsame Betrieb von Leuchten in Bereitschafts-betrieb und Dauerbetrieb zulässig, wenn bei einer Störung oder einem Ausfall der Steuerung die Funktion der Sicherheitsbeleuchtung sichergestellt ist. Dabei darf nicht automatisch auf die Stromquelle für Sicherheitszwecke (Batterie) umgeschaltet werden.
Steuerungs- und Bussysteme

 

Die Sicherheitsbeleuchtung muss unabhängig von Steuerungs- und Bussystemen der allge-meinen Beleuchtung sein. Eine Koppelung beider Systeme ist nur mittels Schnittstellen zu- lässig, die eine galvanische Trennung beider Bussysteme voneinander sicherstellen. Tritt ein Fehler in Steuerungs- und Bussystem der allgemeinen Beleuchtung auf, so darf dieser Fehler nicht die ordnungsgemäße Funktion der Sicherheitsbeleuchtung beeinflussen. Führt ein Fehler des Steuerungs- und Bussystems der allgemeinen Beleuchtung zu einem Ausfall der allgemeinen Beleuchtung eines Raumes oder Rettungsweges, so ist diese Steuerung zu über- wachen. Im Fehlerfall ist dann die in der Betriebsart „Bereitschaftsbetrieb“ geschaltete Sicherheitsbeleuchtung einzuschalten.

 

Anforderungen nach VKF
  Geltungsbereich Rettungs-
zeichenleuchten
Sicherheits-
beleuchtung
in Räumen
Emin
in Lux
Betriebs-
zeit in h
Umschalt-
zeit in Sek.
Beherbergung
Hotel > 10 Gäste, Insassen oder Patienten BS XX 1 Lux 1 Std. 15 Sek.
Heime
Anstalten
Krankenhäuse
Verkaufsgeschäfte > 1000 m2 Nutzfläche 1 Sek.
 
Räume mit grosser Personenbelegung
Schulhäuser EG sowie 1. OG > 100 Personen DS BS 1 Lux 1 Std. 15 Sek.
Mehrzweckhallen übrige Geschosse > 50 Personen BS ---
Sporthallen   DS BS 1 Lux Bühne 5
Ausstellungshallen   1 Lux
Theater  
Hochhäuser oberstes Geschoss > 22 m BS ---
Kinos   DS BS
Restaurant  
Parkplätze und Einstellräume Fläche > 150 m2 für Motorfahrzeuge BS
Industrie, Gewerbe, Büros    
Arbeitsplatz mit besonderer Gefährdung BS 15 Lux 1 Min. 0.5 Sek.
Betriebsräume Bereiche wie Alarm- oder Schaltzentrale   1 Lux 1 Std. 15 Sek.
 
BS = Bereitschaftsschaltung, DS = Dauerschaltung



Nachfolgende Bestimmungen für Deutschland und Österreich:



Prüfung, Wartung und Instandhaltung nach VDE 0108 und ÖVE/ÖNORM E 8002-1
 

  Zentralbatterie Gruppenbatterie Einzelbatterie
Funktionstest täglich wöchentlich
Betriebsdauertest jährlich
Prüfbücher Es sind Prüfbücher zu führen, die eine Kontrolle über mindestens zwei Jahre erlauben.
Messung Messung der Beleuchtungsstärke auf dem Rettungsweg (0,02 m über Fussboden) alle drei Jahre.

 

Grundlagen der Sicherheitsstromversorgung
System
Zulässige Leuchtenanzahl keine Begrenzung keine Begrenzung; maximal 20 Leuchten pro Stromkreis
Leuchtenprüfanforderungen es gelten EN 60598-1 und EN 60598-2-22
Leistungsbegrenzung keine 1500 W 1 h oder 500 W 3 h keine
Batterieanforderungen verschlossene Bleibatterien mit Ventil – NiMh / Li-Ionzulässig wenn die Sicherheit und die Gebrauchbarkeitsdauer erreicht wird,  gas- dichte NiCd Batterien Wartungsarme, gasdichte oder verschlossene Batterien in robuster Industrieausführung wie Zellen oder Batterien nach DIN EN 60623 oder Normen der Reihe DIN EN 60896.
Gebrauchbarkeitsdauer mind. 4 Jahre nach EN 60598-2-22 mind. 10 Jahre bei 20 °C
Unterbringung der Batterie Geregelt in der DIN EN 50272-2. Es dürfen maximal zwei Sicherheitsleuchten versorgt werden. Geregelt in der DIN EN 50272-2 und in der EltBau Verordnung.
Ladezeit 20 h für 90 % der Nennbetriebsdauer 10 h für 90 % der Nennbetriebsdauer, in Arbeitsstätten 20 h
Tiefentladeschutz erforderlich bei mehr als 3 NiCd Zellen erforderlich
Endstromkreise nicht relevant*

* Die Sicherheitsbeleuchtung muss für Dauer- oder Bereitschaftsbetrieb ausgeführt sein, eine Kombination von beiden Betriebsarten ist ebenfalls zulässig. Die Sicherheitszeichen sind zu be- oder hinterleuchten. Die Lichtquelle muss ein Teil der Sicherheitsbeleuchtung sein. Sicherheitszeichen für Rettungswege in Arbeitsstätten sind nicht in Dauerbetrieb zu führen.
Überstromschutzeinrichtung maximal mit 60 % des Nennstromes belasten*
1)   2)
1) Bei Dauerschaltung muss die allgemeine Stromversorgung am Hauptverteiler der Sicherheitsbeleuchtung überwacht werden.

2) Bei Bereitschaftsbetrieb muss die Stromversorgung für die allgemeine Beleuchtung
im Verteiler für den entsprechenden Bereich überwacht werden. Falls ein Fehler in der Steuerung der allgemeinen Beleuchtung zu einem Ausfall der allgemeinen Beleuchtung eines Raumes oder Rettungsweges führen kann, so muss diese Steuerung mitüberwacht werden. Im Störungsfall ist dann die in der Betriebsart „Bereitschaftsbetrieb“ geschaltete Sicherheitsbeleuchtung einzuschalten.

* Bei Vorhandensein der Spannung der allgemeinen Stromversorgung am Verteiler der Sicher-heitsbeleuchtung wird die Sicherheitsbeleuchtung aus der allgemeinen Stromver-sorgung ge speist. Beim Zurückschalten auf die Spannung der allgemeinen Stromversorgung muss die Widerzündung der Lampen der allgemeinen Beleuchtung berücksichtigt werden. Innerhalb eines Endstromkreises ist der gemeinsame Betrieb von Leuchten in Bereitschafts-betrieb und Dauerbetrieb zulässig, wenn bei einer Störung oder einem Ausfall der Steuerung die Funktion der Sicherheitsbeleuchtung sichergestellt ist. Dabei darf nicht automatisch auf die Stromquelle für Sicherheitszwecke (Batterie) umgeschaltet werden.
Steuerungs- und Bussysteme   Die Sicherheitsbeleuchtung muss unabhängig von Steuerungs- und Bussystemen der allge-meinen Beleuchtung sein. Eine Koppelung beider Systeme ist nur mittels Schnittstellen zu- lässig, die eine galvanische Trennung beider Bussysteme voneinander sicherstellen. Tritt ein Fehler in Steuerungs- und Bussystem der allgemeinen Beleuchtung auf, so darf dieser Fehler nicht die ordnungsgemäße Funktion der Sicherheitsbeleuchtung beeinflussen. Führt ein Fehler des Steuerungs- und Bussystems der allgemeinen Beleuchtung zu einem Ausfall der allgemeinen Beleuchtung eines Raumes oder Rettungsweges, so ist diese Steuerung zu über- wachen. Im Fehlerfall ist dann die in der Betriebsart „Bereitschaftsbetrieb“ geschaltete Sicherheitsbeleuchtung einzuschalten.


 

Anforderungen nach VDE 0108 (Bestimmungen für Deutschland)
  Geltungsbereich Rettungs-
zeichenleuchten
Sicherheits-
beleuchtung
in Räumen
Emin
in Lux
Betriebs-
zeit in h
Umschalt-
zeit in Sek.
Gebäude, Anlagen, Räume mit Bühnen und Szenenflächen > 100 Personen DS BS 1 Lux 3 Std. 1 Sek.
Versammlungsstätten > 200 Personen
Schulen > 200 Personen
nicht überdacht > 1000 Personen
Geschäftshäuser,
Ausstellungsstätten
> 2000 m2 Nutzfläche
Hochhäuser mind. ein Aufenthaltsraum in mehr als 22 m Höhe (gilt nicht für Wohnungen in Hochhäusern) 15 Sek.
Gaststätten Gaststätten > 400 Gästeplätze 1 Sek.
Beherbergungsbetriebe > 60 Gästebetten 15 Sek.
geschlossene Garagen > 1000 m2 Nutzfläche, ausgenommen eingeschossige Garagen mit festem Benutzerkreis 1 Std.
Arbeitsstätten Arbeits- und Lagerräume > 2000 m2
dunkle Arbeitsräume > 100 m2
gefährdete Arbeitsräume > 100 m2
Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung   10% von En
mind. 15 Lux
1 Min. 0.5 Sek.
BS = Bereitschaftsschaltung, DS = Dauerschaltung

 

Anforderungen nach ÖVE/ÖNORM E 8002-1 (Ausgabe 2001-11-01)
  Mindestbe-leuchtungsstärke
für Rettungswege
in Lux
Mindestbe-
leuchtungs-
stärke für
Antipanikbe-
leuchtung Lux
Zeit für das Er-
reichen der ge-
forderten Min-
destleuchtungs-
stärke gem.
Spalte 1+2
Nennbetriebs-
dauer der
Sicherheits-
stromquelle in h
Dauerschaltung
für die Be leucht-
ung der Sicher-
heitszeichen für Rettungswege
Einzelbatterie-leuchten
Verkaufs-, Ausstellungsstätten 1 Lux 0.5 Lux in 5 s 50 % und
in 60 s 100 %
3 Std. gefordert

nicht zulässig

Veranstaltungsstätten, Schankund
Speisewirtschaften, Diskotheken
und Tanzcafés, Verkaufsräume in
Verkaufsstätten
1 Lux (bis zu 20 Sicherheitsleuchten) zulässig
nicht zulässig
Beherbergungsbetriebe, Hoch-
häuser, Schulen
1 Lux 3 Std. bzw. 8 Std. zulässig
Grossgaragen --- 1 Std. icht zulässig
verkehrstechnische Einrichtungen
(Flughäfen, Bahnhöfe)
0.5 Lux 3 Std.
 
  Gruppenbatterie-
anlage LPS
Zentralbatterie-
anlage CPS
Sicherheits-
stromaggregat
Schnellbereit-
schaftsaggregat
Sofortbereit-
schaftsaggregat
2 unabhängige
Netze
Verkaufs-, Ausstellungsstätten zulässig

zulässig

nicht allein
zulässig

zulässig
Veranstaltungsstätten, Schank und
Speisewirtschaften, Diskotheken
und Tanzcafés, Verkaufsräume in
Verkaufsstätten
zulässig bis zu 20 Sicherheitsleuchten
zulässig bis zu 20 Sicherheitsleuchten
Beherbergungsbetriebe, Hoch-
häuser, Schulen
zulässig zulässig
Grossgaragen
verkehrstechnische Einrichtungen
(Flughäfen, Bahnhöfe)