Prüfzeichen/Kennzeichnung

  Das ENEC-Zeichen (ENEC = European Norm Electrical Certification) dokumentiert, dass Leuchten und eingebaute Betriebsgeräte den aktuellen Normen entsprechen. Die Ziffer hinter dem Prüfzeichen weist auf den Sitz des zuständigen Prüfinstituts hin: In Deutschland ist das der VDE (Verband Deutscher Elektrotechniker), der sein Prüfzeichen mit dem ENEC-Zeichen kombiniert. Der VDE prüft in Deutschland nicht nur das Produkt, sondern überwacht auch die Fertigung.
     
     
  Das GS-Zeichen (= Geprüfte Sicherheit) muss immer in Verbindung mit der autorisierten Prüfstelle verwendet werden; in Deutschland sind dies z.B. VDE oder TÜV. Sie bestätigen mit dem GS-Zeichen, dass das geprüfte Produkt dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz GPSG entspricht.
     
     
  Das EMV-Zeichen garantiert die elektromagnetische Verträglichkeit von Leuchten und Betriebsgeräten. Danach darf ein Gerät keine elektrischen oder elektromagnetischen Störungen aussenden, die die Funktion anderer Geräte beeinträchtigen oder sie schädigen könnten.
     
     
  Das CE-Zeichen ist kein Prüfzeichen, aber zwingend erforderlich für den Vertrieb von Produkten innerhalb der EU. Damit dokumentieren Hersteller und Importeure, dass ihre Produkte den «grundlegenden Anforderungen» einzelner EU-Richtlinien entsprechen. Darunter fallen zum Beispiel die Ökodesign- und EMV-Richtlinie. Auf Verlangen müssen Hersteller und Importeure den zuständigen Behörden die Konformität nachweisen.
     
     
  Das RoHS-Zeichen (Restriction of hazardous substances) steht für die EG-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten regelt die Verwendung von Gefahrstoffen in Geräten und Bauteilen.
Sie regelt die Verwendung und das Inverkehrbringen von Gefahrstoffen in Elektrogeräten und elektronischen Bauelementen. Diese Richtlinie dient u.a. der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe.
     
     
  Das FCC-Zeichen (Federal Communications Commission) steht für eine der unabhängigen Behörden der Vereinigten Staaten in Washington D.C., die durch den Kongress geschaffen wurde. Sie regelt die Kommunikationswege Rundfunk, Satellit und Kabel. Die FCC ist für div. Funkdienste (Amateurfunk usw.) zuständig sowie Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte wie Radios, Fernseher und Computer. Sie prüft die Geräte auf Verträglichkeit mit den eigenen und anderen Normen (z. B. von ISA, ISO oder ITU). Im Fall von LEDs gehts hier um ausgesendete Störfrequenzen, die bei diesem Gütesiegel nicht vorkommen dürfen. Somit kann garantiert werden, dass kein Radio, Fernseh, Mobilfunk, Wlan, usw. durch den Gebrauch von dem LED Produkt gestört wird.
     
     
  Das UL-Zeichen (Underwriters Laboratories) steht für Normen und Verfahren, um Produkte, Materialien, Komponenten, Bauteile, Geräte, Systeme und Ausrüstungsgegenstände sicherheitstechnisch zu prüfen. Zudem untersucht und zertifiziert UL die Effizienz von Geschäftsprozessen Mithilfe ihres Partners Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) in management system registration programms (z.B. ISO 9000 Normen). UL „genehmigt“ keine Produkte. Vielmehr prüft die Organisation Produkte, Komponenten, Materialien und Systeme, ob sie spezifischen Ansprüchen genügen. Wenn dies der Fall ist, dürfen diese Erzeugnisse das UL-Prüfzeichen tragen.
     
     
  Das einfache M-Zeichen ist für den Einbau in Möbel bestimmt. Sie sind so gebaut, dass im Fehlerfall des Vorschaltgerätes schwer- und normalentflammbare Werkstoffe im Sinne von DIN 4102, z. B. Ecken in Möbeln aus Holz, nicht entzündet werden können. Die Werkstoffe können beschichtet, furniert oder lackiert sein.

Einsatzorte: Einrichtungsgegenstände, die in Ihrem Brandverhalten schwer- oder normalentflammbaren Baustoffen nach DIN 4102 Teil 1 entsprechen.
Kennzeichnung der Ein-/Anbaumöglichkeiten: eomfaches M-Zeichen
Anforderungen an Leuchten mit Entladungslampen: nach DIN VDE 0710 Teil 14 an der Befestigungsfläche
- Befestigungsfläche: < 130° Celsius, Betrieb: anormal
- Befestigungsfläche: < 180° Celsius, Betrieb: VG-Fehler
     
     
  Das doppelte M-Zeichen ist zum Ein- oder Anbau an Möbeln bestimmt, die aus Werkstoffen bestehen, deren Entflammeigenschaften
nicht bekannt sind. Sie sind so gebaut, dass im normalen Betrieb keine Befestigungsfläche oder andere benachbarte Flächen der Möbel eine Temperatur von 95 °C überschreitet.

Einsatzorte: Einrichtungsgegenstände, die in Ihrem Brandverhalten nicht bekannt sind
Kennzeichnung der Ein-/Anbaumöglichkeiten: eomfaches M-Zeichen
Anforderungen an Leuchten mit Entladungslampen: nach DIN VDE 0710 Teil 14 an der Befestigungsfläche
- Befestigungsfläche: < 95° Celsius, Betrieb: normal
- Befestigungsfläche: < 130° Celsius, Betrieb: anormal
- Befestigungsfläche: < 180° Celsius, Betrieb: VG-Fehler
     
     
  Das D-Zeichen erlaubt im normalen Betrieb eine Grenztemperatur auf waagrechten Flächen von maximal 90 °C und im Fehlerfall des Vorschaltgerätes 115 °C. Auf senkrechten Flächen dürfen 150 °C nicht überschritten werden (EN60598-2-24).

Einsatzorte: feuergefährdete Betriebsstätten nach DIN VDE 0100 Teil 720.
Kennzeichnung der Leuchte: D-Zeichen + IP5X
Anforderungen an Leuchten mit Entladungslampen: nach EN60598-2-24 Flächen an der Leuchte
- Befestigungsfläche: waagrecht, < 90° Celsius, senkrecht < 150° Celsius, Betrieb: normal
- Befestigungsfläche: waagrecht, < 115° Celsius, senkrecht < 150° Celsius, Betrieb: anormal/VG-Fehler

Einsatzorte: feuergefährdete Betriebsstätten nach DIN VDE 0100 Teil 720, DIN VDE 0100 Teil 705, VDS 8/83 Form 2033
Kennzeichnung der Leuchte: D-Zeichen + IP54 (Kennzeichnung der Montageart)
Anforderungen an Leuchten mit Entladungslampen: nach EN60598-2-24 Flächen an der Leuchte
- Befestigungsfläche: waagrecht, < 90° Celsius, senkrecht < 150° Celsius, Betrieb: normal
- Befestigungsfläche: waagrecht, < 115° Celsius, senkrecht < 150° Celsius, Betrieb: anormal/VG-Fehler
     
     
  Das F-Zeichen gibt darüber Auskunft, dass die Leuchte zur Montage auf normal entflammbaren Flächen geeignet ist.

Einsatzorte: Gebäudeteile aus schwer- oder normalentflammbaren Baustoffen nach DIN 4102 Teil 1.
Kennzeichnung der Leuchte: F-Zeichen
Anforderungen an Leuchten mit Endladungslampen: nach EN60598-1 an Befestigungsfläche
- Befestigungsfläche: < 130° Celsius, Betrieb: anormal
- Befestigungsfläche: < 180° Celsius, Betrieb: VG-Fehler
     
     
 

Das ATEC-Zeichen (auch inoffiziell als ATEX 114 bezeichnet, wegen des relevanten Art. 114 des Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) setzt die Richtlinie für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen und legt die Regeln für das Inverkehrbringen von Produkten fest, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden.

     
     
  Bestandene Schwingungsprüfung nach ZXX001/DD/8080.9/830001 zum Nachweis der Sicherheit gegen induzierte Erschütterungen aus Erdbeben und vergleichbaren Lastfällen (z.B. für den Einsatz in Kernkraftwerken erforderlich). Prüfbescheinigungen erforderlich.
     
     
  Das Temperatur-Zeichen steht für besondere Leuchten, welche gemäss EN60598 für höhere Temperaturen geeignet sind. Gemäss der Norm EN60598 sind Leuchten für Nennungebungstemperaturen von +25° Celsius ausgelegt. Zeitweiliger Betrieb von bis zu +35° Celsius ist möglich.
     
     
  Das Ball-Zeichen ist für Leuchten von Sporthallen, welche nach DIN VDE 0710-13 ballwurfsicher sein müssen. Auftreffende Bälle dürfen die Leuchte nicht derart beschädigen, dass Leuchtenteile herabfallen. Bei der normgerechten Prüfung muss die Leuchte 36 Schüssen aus drei Richtungen mit einer Aufprallgeschwindigkeit von maximal 60 Stundenkilometer standhalten. Der verwendete Ball hat die Grösse eines Handballs. Bei der Auswahl der Leuchten muss die Rasterweite der Abdeckgitter auf die Sportart abgestimmt werden: immer deutlich kleiner als die verwendeten Bälle, niemals so gross, dass Bälle im Gitter hängen bleiben können.
     
     
  Das Tennis-Zeichen steht für Leuchten, welche nach DIN VDE 0710 hinsichtlich Ballwurfsicherheit für Tennisbereiche geprüft sind.
     
     
  Das Zug-Zeichen steht für Leuchte ist für den Einsatz an Bahn- und Gleisanlagen geeignet. Die winkelabhängigen maximalen Lichtstärkewerte entsprechen den Vorgaben der Deutschen Bank AG.
Nach oben